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Kontakt

 
Bonner Altamerika-Sammlung

Oxfordstr. 15

53111 Bonn

Tel.: +49 (0)228 73 5737

sammlung(at)uni-bonn.de

 

Das Sammlungsbüro ist von Dienstag bis Donnerstag (10 bis 16 Uhr) besetzt.

 

 
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Bestand und Geschichte

Die Bonner Altamerika-Sammlung (BASA) wurde 1948 durch den Gründer der Bonner Amerikanistik, Hermann Trimborn, ins Leben gerufen und umfasste zunächst einige wenige Exemplare. Ab 1954 begann der systematische Aufbau der Sammlung. Wissenschaftler, besonders auch Hermann Trimborn selbst, brachten von ihren Forschungsreisen nach Mittel- und Südamerika Exponate mit, die auf lokalen Märkten gekauft oder – damals noch möglich – bei der Begehung archäologischer Fundstätten gesammelt wurden.

SammlungWeitere Objekte erhielt die Sammlung aus Nachlässen und Schenkungen. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhangdie Stücke von Manfred Rauschert, die er während seiner Expeditionen vorwiegend nach Nord-Brasilien sammelte. Des Weiteren die Sammlungen, die Egon Schaden in Zentralbrasilien und Heinz Kelm während seines langjährigen Forschungsaufenthalts unter den Yuracaré, Sirionó und Ayoréode in Ostbolivien zusammentrugen. 1966 wurden die Kollektionen aus dem bolivianischen Tiefland durch Jürgen Riester mit Objekten der Chiquitano und Pauserna-Guarasug'wé ergänzt.

In den folgenden Jahrzehnten wurde die Sammlungstätigkeit fortgesetzt, beispielsweise als Teil eines  Forschungsprojekts, das 1983 und 1984 unter Udo Oberem, dem Nachfolger Hermann Trimborns, stattfand und in dessen Rahmen traditionelle Fischfanggeräte und -techniken an der Küste Ekuadors untersucht wurden. Hier konnten Objekte der Cayapa bzw. Chachila erworben werden. Dazu kamen Ankäufe auf Auktionen, aus Privatbesitz, aus Museumsbeständen (so dem Linden-Museum in Stuttgart, dem Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln oder der völkerkundlichen Sammlung der Universität Göttingen), und aus Schenkungen privater Gönner und ausländischer Universitäten, wie beispielsweise der von Melbourne in Australien. Weiter sind auch Dauerleihgaben zu nennen, wie eine umfangreiche Privatsammlung aus Grevenbroich, die seit einigen Jahren Bestandteil der Bonner Sammlung ist.

Heute umfasst die Studiensammlung mehr als 8.500 Objekte. Sie spiegelt die materielle Kultur vergangener und gegenwärtiger indigener Gruppen Amerikas wider und erlaubt es Studierenden und Besuchern, diese Kulturen anhand von konkreten Objekten kennenzulernen. Die Sammlung setzt sich aus Objekten aus Mittel- und Südamerika, Afrika, Australien/Ozeanien und Asien zusammen. Die Bonner Altamerika-Sammlung wird in zwei Bereichen präsentiert. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich ein Raum für Wechselausstellungen. Wichtige Objekte der Sammlung werden hier unter verschiedenen thematischen Aspekten präsentiert. Diese Ausstellung ist für Besucher zugänglich und über die Bibliothek zu erreichen. Der gesamte Bestand der Bonner Altamerika-Sammlung ist im Depot für die Studierenden zugänglich.

 

 

 

 

 Foto (Text): Catherine Letcher Lazo

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